Darf ich mein Haustier im Garten begraben? Rechtslage in Österreich

Wenn ein geliebtes Haustier stirbt, wünschen sich viele Menschen einen ruhigen und persönlichen Abschied. Doch darf ein Hund, eine Katze oder ein Kleintier in Österreich im eigenen Garten begraben werden? Hier findest du die grundlegende Rechtslage, wichtige Einschränkungen und Möglichkeiten für einen würdevollen Erinnerungsplatz.

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Ruhiger Erinnerungsplatz für ein verstorbenes Haustier im Garten mit persönlicher Schiefertafel
Ein persönlicher Erinnerungsplatz kann am Tiergrab oder unabhängig von einer Bestattung entstehen.
Das Wichtigste in Kürze

Nach den Informationen der Republik Österreich sind tote Tiere grundsätzlich an eine zugelassene Einrichtung zu übergeben. Für einzelne Haustiere besteht jedoch eine Ausnahme: Ein einzelner Hund, eine Katze oder ein Kleintier darf auf dem Grund der Tierhalterin oder des Tierhalters vergraben werden, sofern das Tier nicht seuchenverdächtig ist.

Ein uneingeschränktes Ja wäre trotzdem falsch. Einzelne Bundesländer können zusätzliche Vorschriften oder Einschränkungen vorsehen. In einzelnen landesrechtlichen Regelungen können beispielsweise Gewichtsgrenzen oder weitere Voraussetzungen eine Rolle spielen. Bei größeren Hunden, einer ungeklärten Todesursache oder einer unklaren Grundstückssituation solltest du deshalb vor der Beisetzung das Gemeindeamt, den Magistrat oder die zuständige Veterinärbehörde kontaktieren.

Persönliche Erinnerung aus Naturschiefer

Eine gravierte Tiergedenktafel macht den Namen, das Lieblingsfoto und die gemeinsame Zeit dauerhaft sichtbar – direkt am Tiergrab oder an einem anderen ruhigen Erinnerungsplatz.

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Darf ich mein Haustier im eigenen Garten begraben?

Die allgemeine österreichische Information erlaubt das Vergraben eines einzelnen Haustiers auf dem Grund der Tierhalterin oder des Tierhalters, wenn es sich um einen Hund, eine Katze oder ein Kleintier handelt und kein Seuchenverdacht besteht.

Diese Ausnahme bedeutet nicht, dass jedes Tier an jedem beliebigen Ort begraben werden darf. Entscheidend sind insbesondere die Tierart, die Todesursache, die Eigentumsverhältnisse des Grundstücks und mögliche zusätzliche Vorschriften im jeweiligen Bundesland.

Verlasse dich bei einer unklaren Situation nicht auf Angaben aus deutschen Ratgebern oder Internetforen. Vorschriften aus Deutschland gelten nicht automatisch in Österreich. Auch Angaben zu Grabtiefe, Gewässerabständen oder Grundstücksgrenzen können regional unterschiedlich sein.

Wichtiger rechtlicher Hinweis: Dieser Ratgeber fasst öffentlich zugängliche allgemeine Informationen zusammen und ersetzt keine individuelle Behörden- oder Rechtsauskunft. Da regional zusätzliche Einschränkungen gelten können, sollte ein Zweifelsfall immer vor der Beisetzung mit der zuständigen österreichischen Stelle geklärt werden.

Was gilt für Hunde, Katzen und Kleintiere?

Hund im eigenen Garten begraben

Ein einzelner Hund wird in der allgemeinen österreichischen Ausnahmeregelung ausdrücklich genannt. Voraussetzung ist, dass kein Seuchenverdacht besteht und die Beisetzung auf dem Grund des Tierhalters erfolgt.

Bei einem großen oder schweren Hund solltest du die Zulässigkeit ausdrücklich bei der Gemeinde oder Veterinärbehörde prüfen. Einzelne regionale Regelungen können Gewichtsgrenzen oder weitere Voraussetzungen enthalten. Auch eine ungeklärte oder möglicherweise ansteckende Todesursache muss vor einer privaten Beisetzung tierärztlich abgeklärt werden.

Für einen dauerhaften Erinnerungsplatz kann ein persönlicher Grabstein für deinen Hund mit Foto und Gravur gestaltet werden. Die Schiefertafel kann direkt am Grab, im Garten, auf der Terrasse oder an einem geschützten Platz verwendet werden.

Katze im eigenen Garten begraben

Auch eine einzelne Katze wird ausdrücklich von der allgemeinen Ausnahme erfasst, sofern sie nicht seuchenverdächtig ist und keine zusätzliche regionale Einschränkung entgegensteht.

Bei einer unbekannten Todesursache solltest du zunächst eine Tierärztin oder einen Tierarzt kontaktieren. Bei einer aufgefundenen fremden Katze muss außerdem zuerst geklärt werden, wem das Tier gehört und welche zuständige Stelle verständigt werden muss.

Ein persönlicher Grabstein für deine Katze aus Naturschiefer kann das Lieblingsfoto, den Namen, die Lebensdaten und einen Abschiedsspruch dauerhaft festhalten.

Hamster, Kaninchen und andere Kleintiere

Die offizielle Information nennt neben Hunden und Katzen auch Kleintiere. Eine vollständige Liste aller erfassten Tierarten wird dort nicht angegeben. Hamster, Meerschweinchen, Kaninchen und viele andere kleine Haustiere werden üblicherweise als Kleintiere bezeichnet.

Bei ungewöhnlichen Tierarten oder Zweifeln solltest du die zuständige Stelle fragen. Auch bei einem Kleintier gilt, dass kein Seuchenverdacht bestehen darf.

Erinnerungsplatz für einen verstorbenen Hamster mit personalisierter Schiefertafel

Erinnerung an ein Kleintier

Auch ein Hamster, Kaninchen oder Meerschweinchen kann viele Jahre zur Familie gehören. Die Größe des Tieres sagt nichts über die Bedeutung des Verlustes aus.

Ruhiger Erinnerungsplatz für eine verstorbene Katze mit gravierter Schiefertafel

Persönliche Erinnerung an eine Katze

Foto, Name, Lebensdaten und persönliche Worte schaffen einen Ort, an dem die gemeinsame Zeit sichtbar in Erinnerung bleibt.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Grundstück des Tierhalters

Die offizielle österreichische Formulierung bezieht sich ausdrücklich auf den Grund der Tierhalterin oder des Tierhalters. Ein beliebiger Garten reicht daher nicht automatisch aus.

Kein Seuchenverdacht

Das Tier darf nicht seuchenkrank oder seuchenverdächtig sein. Bei einer unbekannten Todesursache oder auffälligen Krankheitszeichen ist tierärztlicher Rat notwendig.

Einzelnes Haustier

Die allgemeine Ausnahme bezieht sich auf einzelne Haustiere. Sie ist keine allgemeine Erlaubnis zur privaten Entsorgung mehrerer Tierkörper.

Regionale Vorschriften

Bundesländer und Gemeinden können zusätzliche Vorgaben oder Einschränkungen vorsehen. Die örtlich zuständige Behörde gibt Auskunft für den konkreten Standort.

Was gilt in einem Mietgarten?

Ein Mietgarten steht zwar zur Nutzung zur Verfügung, gehört aber nicht automatisch der Tierhalterin oder dem Tierhalter. Die allgemeine Voraussetzung darf deshalb bei einem Mietobjekt nicht ohne weitere Klärung angewendet werden.

Auch eine Zustimmung des Vermieters beantwortet nicht zwingend alle öffentlich-rechtlichen Fragen. Vor einer Beisetzung sollten sowohl die Eigentumsfrage als auch mögliche behördliche Vorgaben geklärt werden.

Was gilt auf einem Pachtgrund oder einer Gemeinschaftsfläche?

Ein gepachtetes Grundstück bleibt grundsätzlich fremdes Eigentum. Gemeinschaftsgärten, Flächen von Wohnanlagen und gemeinsam genutzte Grundstücke sind ebenfalls kein eindeutig eigener Grund.

Ohne vorherige eigentumsrechtliche und behördliche Klärung sollte dort kein Haustier begraben werden.

Gibt es eine vorgeschriebene Grabtiefe?

Die allgemeine Informationsseite der Republik Österreich nennt keine österreichweit einheitliche Mindesttiefe. Auch allgemeingültige Mindestabstände zu Brunnen, Gewässern, Grundstücksgrenzen oder Gebäuden werden dort nicht angegeben.

Übernimm deshalb keine pauschalen Zahlen aus deutschen Websites. Möchtest du wissen, welche Tiefe oder Abstände an deinem Standort erforderlich sind, frage beim Gemeindeamt, Magistrat oder bei der zuständigen Veterinärbehörde nach.

Wo darf ein Haustier nicht einfach begraben werden?

Wald, öffentliche Wiese oder Park

Die Ausnahme bezieht sich auf den Grund der Tierhalterin oder des Tierhalters. Daraus entsteht kein Recht, ein Haustier in einem Wald, auf einer fremden Wiese, in einem Park oder auf einer anderen öffentlichen Fläche zu begraben.

Das allgemeine Recht, einen Wald zu Erholungszwecken zu betreten, erlaubt nicht automatisch das Ausheben eines Grabes oder die Beisetzung eines Tierkörpers.

Bei möglichem Seuchenverdacht

Besteht der Verdacht auf eine ansteckende oder anzeigepflichtige Tierkrankheit, darf das Tier nicht eigenmächtig privat begraben werden.

Ist ein Tier unerwartet verstorben, zeigte es ungewöhnliche Krankheitszeichen oder ist die Todesursache ungeklärt, solltest du vor jeder weiteren Entscheidung eine Tierärztin, einen Tierarzt oder die zuständige Veterinärbehörde kontaktieren.

Was gilt für ein verstorbenes Pferd?

Pferde werden in der allgemeinen österreichischen Ausnahme nicht gemeinsam mit Hund, Katze und Kleintier genannt. Ein Pferd darf daher nicht automatisch wie ein kleines Haustier behandelt und ohne vorherige Klärung auf dem eigenen Grundstück begraben werden.

Die zulässige Vorgehensweise muss unmittelbar mit dem Tierarzt und den zuständigen Behörden geklärt werden. Unabhängig von der Bestattungsform kann ein Grabstein für ein Pferd mit Foto und Gravur einen persönlichen Erinnerungsplatz im Stall, im Garten oder an einem anderen geschützten Ort schaffen.

Welche Alternativen zur Bestattung im Garten gibt es?

Nicht jeder Tierhalter besitzt ein eigenes Grundstück. Andere Menschen möchten die Asche ihres Tieres bei sich behalten oder einen dauerhaft betreuten Grabplatz wählen. Die Republik Österreich nennt mehrere zugelassene Möglichkeiten.

Kommunale Sammelstelle

Gemeinden können Sammelstellen für verstorbene Tiere vorsehen. Welche Annahmestelle zuständig ist, erfährst du beim Gemeindeamt oder Magistrat.

Tierkörperbeseitigung

Die Übergabe an einen zugelassenen Tierkörperbeseitigungsbetrieb ist eine vorgesehene Möglichkeit, wenn keine private Beisetzung erfolgt.

Heimtierkrematorium

Ein Heimtierkrematorium kann das Haustier einäschern. Je nach Betrieb wird eine Einzel- oder Sammeleinäscherung angeboten.

Tierfriedhof

Ein zugelassener Tierfriedhof bietet einen festen Grabplatz, wenn eine Bestattung am eigenen Grundstück nicht möglich oder nicht gewünscht ist.

Eine persönliche Tiergedenktafel kann unabhängig von der gewählten Bestattungsform verwendet werden. Sie kann am Grab, neben einer Urne, im Garten, auf der Terrasse, im Stall oder an einem ruhigen Platz zuhause stehen.

So gehst du nach dem Tod deines Haustiers vor

1

Todesursache klären

Ist die Todesursache unbekannt oder besteht der Verdacht auf eine ansteckende Krankheit, kontaktiere zuerst eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

2

Grundstückssituation prüfen

Kläre, ob es sich tatsächlich um den Grund des Tierhalters handelt. Bei Miet-, Pacht- oder Gemeinschaftsflächen darf die Ausnahme nicht einfach vorausgesetzt werden.

3

Örtliche Vorgaben abklären

Frage bei Unsicherheit das Gemeindeamt, den Magistrat oder die zuständige Veterinärbehörde nach den Regeln für deinen konkreten Standort.

4

Bestattungsform auswählen

Entscheide nach der rechtlichen Klärung zwischen einer zulässigen Beisetzung, einem Tierfriedhof, einem Heimtierkrematorium oder einer anderen zugelassenen Stelle.

5

Erinnerungsplatz gestalten

Wähle einen Ort, an dem du dich deinem Tier verbunden fühlst. Eine gravierte Schiefertafel kann Foto, Name, Lebensdaten und persönliche Worte dauerhaft bewahren.

Tiergedenktafel mit Foto persönlich gestalten

Ein persönlicher Tiergrabstein aus Naturschiefer ist nicht ausschließlich für ein tatsächlich angelegtes Tiergrab bestimmt. Er kann ebenso als eigenständige Gedenktafel im Garten, neben einer Urne, auf der Terrasse oder an einem besonderen Platz zuhause verwendet werden.

Bei TierTreue.at wird deine Gestaltung nicht automatisch durch einen Generator erstellt. Wir prüfen dein Lieblingsfoto, gestalten die Tafel persönlich und senden dir vor der Gravur einen Entwurf. Erst nach deiner Freigabe wird die Erinnerung aus Naturschiefer gefertigt.

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Häufige Fragen zum Begraben eines Haustiers in Österreich

Darf ich meinen Hund im eigenen Garten begraben?

Nach der allgemeinen österreichischen Information darf ein einzelner Hund auf dem Grund der Tierhalterin oder des Tierhalters vergraben werden, sofern er nicht seuchenverdächtig ist. Zusätzliche regionale Einschränkungen sind möglich.

Darf ich meine Katze im Garten begraben?

Eine einzelne Katze fällt ebenfalls unter die allgemeine Ausnahme, wenn kein Seuchenverdacht besteht und die Beisetzung auf dem Grund des Tierhalters erfolgt. Örtliche Zusatzvorschriften müssen beachtet werden.

Darf ich einen Hamster oder ein Kaninchen im Garten begraben?

Die offizielle Information nennt auch Kleintiere. Bei ungewöhnlichen Tierarten oder einer ungeklärten Todesursache solltest du die zuständige Behörde oder einen Tierarzt kontaktieren.

Darf ich mein Haustier in einem Mietgarten begraben?

Die allgemeine Ausnahme spricht vom Grund der Tierhalterin oder des Tierhalters. Ein Mietgarten gehört nicht automatisch dem Mieter. Eine Beisetzung sollte dort nicht ohne eigentumsrechtliche und behördliche Klärung erfolgen.

Darf ich mein Haustier im Wald begraben?

Aus dem allgemeinen Betretungsrecht des Waldes ergibt sich kein Recht, dort ein Grab auszuheben und ein Haustier beizusetzen. Die Ausnahme bezieht sich auf den Grund des Tierhalters.

Wie tief muss ein Tiergrab in Österreich sein?

Die allgemeine offizielle Informationsseite nennt keine österreichweit einheitliche Mindesttiefe. Konkrete Vorgaben solltest du bei der Gemeinde, dem Magistrat oder der zuständigen Veterinärbehörde erfragen.

Was mache ich bei einem möglichen Seuchenverdacht?

Das Tier darf dann nicht eigenmächtig privat begraben werden. Kontaktiere eine Tierärztin, einen Tierarzt oder die zuständige Veterinärbehörde und befolge deren Anweisungen.

Kann ich eine Gedenktafel auch ohne Tiergrab aufstellen?

Ja. Eine Tiergedenktafel kann im Garten, auf der Terrasse, neben einer Urne, im Stall oder an einem ruhigen Platz zuhause verwendet werden.

Offizielle Hauptquelle: Republik Österreich – Tierbestattungen .

Die Republik Österreich nennt als mögliche zuständige Stellen das Gemeindeamt, in Statutarstädten den Magistrat sowie die zuständigen veterinärbehördlichen Stellen.

Stand dieses Ratgebers: 13. Juli 2026. Rechtliche Vorgaben können sich ändern. Maßgeblich ist die aktuelle Auskunft der zuständigen Behörde.